Karl Erich Loheit
Uhlandstr. 39, SüdvorstadtHIER WOHNTE
KARL ERICH
LOHEIT
JG. 1930
´POLENAKTION` 1938
GHETTO KRAKAU
ERMORDET IM
BESETZTEN POLEN
Weitere Stolpersteine in Uhlandstr. 39:
Loheit, Ferdinand
Loheit, Berta
Loheit, Anna
Karl Erich Loheit wurde am 28. September 1930 als zweites Kind des Bankbeamten und Geschäftsinhabers Ferdinand Loheit und seiner Frau Berta geb. Hamel in Dresden geboren. Dies wurde im Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden Nr. 12 S. 11 bekanntgegeben.
Seine Schwester Anna war etwa 3 Jahre älter als er.
Die Familie wohnte auf der Schnorrstraße 37 und später auf der Uhlandstraße 37.
Sie wurden am 28. Oktober 1938 zusammen mit allen Dresdner Verwandten der großen jüdischen Familie, die nicht zuvor schon emigriert waren, und tausenden anderen ehemals aus Polen stammenden Juden in der sogenannten Polenaktion über die Grenze in Beuthen abgeschoben und erreichten über Kattowitz schließlich Krakau, wo sie sehr beengt in verschiedenen Wohnungen lebten. Sie hatten ihr ganzes Vermögen verloren. Einige flüchteten weiter ins Umland, die meisten wurden in mehreren Aussiedlungswellen ab 1940 vertrieben, in Vernichtungslager deportiert oder schon vorher Opfer von Ermordungsaktionen. Keiner der Namen findet sich auf einer Liste der Überlebenden des Holocaust. Karl Erich Loheit wurde kaum älter als zwölf Jahre.
Die Verlegung der Stolpersteine für Familie Loheit 2024 wurde von Judy Greenblum, einer Großnichte von Ferdinand Loheit, und ihrer Familie initiiert.
Quellen:
Angaben der Familie von Judy, Eli und Sharon Greenblum
Rechercheergebnisse von Konrad Adolph
Arbeitskreis Gedenkbuch der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dresden e. V. (2006): Buch der Erinnerung. Juden in Dresden: Deportiert, ermordet, verschollen. 1933-1945. Thelem Universitätsverlag Dresden, S. 229
Bundesarchiv, Gedenkbuch für die Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945
Datenbank Yad Vashem
Putzpate:
bereits vergeben
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