George Steinhart
Rosenstraße 39, Wilsdruffer Vorstadt/Seevorstadt-WestHIER WOHNTE
GEORGE STEINHART
JG. 1879
VERHAFTET
GEFÄNGNIS DRESDEN
ENTLASSEN
FLUCHT IN DEN TOD
31.1.1935
Weitere Stolpersteine in Rosenstraße 39:
Steinhart, Waldemar Theodor
George Steinhart wurde am 6. August 1879 in Ilawa (Polen) als Sohn von Ignatz Steinhart und Rosa Sara Salzmann geboren. Er war von Beruf Elektriker und wohnte zuletzt in der Rosenstraße 39 in Dresden. Er war mit Anna Paula Camilla Steinhart, geb. Lorenz, verheiratet, sie hatten ein Kind, Theodor Waldemar, geb. am 30. Juni 1916 in Dresden.
George Steinhart und Anna Paula Camilla, geborene Lorenz, heirateten 1916. Das Ehepaar trennte sich 1932, Anna Paula Camilla verließ Dresden, es ist nichts weiter über ihr Schicksal bekannt.
George lebte dann bis zu seinem Tode mit der Schwester seiner Frau, Anna Irene Alice Lorenz, geb. am 7. Juni 1903, zusammen, die bei der Zerstörung Dresdens am 13. Februar 1945 ums Leben kam.
Georges Sohn Theodor Waldemar wurde am 8. September 1942 von Prag, wo er lebte, nach Theresienstadt deportiert, dann nach Auschwitz, wo er am 28. September 1944 ermordet wurde.
Mit seiner späteren Lebensgefährtin Anna Irene hatte George ebenfalls einen Sohn, Günther Paul Lorenz, geb. am 25. Juli 1920. Dieser wurde von seiner späteren, nicht jüdischen Ehefrau während der Verfolgungszeit versteckt, nach dem Krieg heirateten sie und bekamen 1946 eine Tochter. Günther Paul Lorenz wurde 1947 im Streit von einem Nachbarn erschossen.
George Steinhart wurde Anfang 1935 inhaftiert und nahm sich am 31. Januar 1935 um 11:15 Uhr in seiner Wohnung das Leben, wie eine Urkunde des Polizeipräsidiums belegt.
Er wurde auf dem Jüdischen Friedhof in Dresden beigesetzt.
Quellen
Angaben der Familie.
Arbeitskreis Gedenkbuch der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dresden e.V. (2006): Buch der Erinnerung. Juden in Dresden: Deportiert, ermordet, verschollen. 1933-1945. Thelem Universitätsverlag Dresden, S.357.
Putzpate:
bereits vergeben
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