Max Blumenkranz
Wallstraße 9, AltstadtHIER WOHNTE
MAX
BLUMENKRANZ
JG. 1917
FLUCHT 1938
ARGENTINIEN
Weitere Stolpersteine in Wallstraße 9:
Blumenkranz, Gabriel
Blumenkranz, Hanna
Blumenkranz, Michael
Blumenkranz, Hans
Blumenkranz, Fritz
Blumenkranz, Berta
Max Blumenkranz wurde als fünftes und letztes Kind von Gabriel und Hanna Blumenkranz am 27. Oktober 1917 in Dresden geboren.
1938 floh er mit seinen Eltern und drei seiner Geschwister über Hamburg mit dem Schiff nach Buenos Aires, Argentinien, wohin schon ein Jahr zuvor zwei seiner älteren Brüder geflohen waren.
Über eine internationale jüdische Organisation (Baron Hirsch Foundation) konnten sie sich in der Provinz Entre Rios in Lucienville, einem kleinen Dorf ansiedeln. 1941/42 zogen sie jedoch nach Buenos Aires um, weil sie in einer Großstadt leben wollten. Lediglich seine Schwester Berta blieb in Lucienville, sie hatte dort Iván Cohn geheiratet und die Tochter Silvia bekommen.
Max Blumenkranz heiratete Cita und bekam mit ihr die Kinder Mónica und Gabriel.
Wenn die Familie zusammen war, wurde Deutsch gesprochen. Die Enkelkinder wuchsen mit deutschen Kinderliedern und -büchern auf. Sie erfuhren viel über Dresdens Kultur, sahen in Bildbänden die barocke Architektur und Landschaft. Allerdings erfuhren sie auch vom Kriege und von der Naziherrschaft sowie von der Zerstörung der Stadt. Dresden wurde für ihre Tochter Mónica zur zweiten Heimat und Deutsch zu ihrer zweiten Muttersprache.
Max Blumenkranz starb am 17. September 1978 in Buenos Aires.
Quellen:
Angaben der Angehörigen, insbesondere der Enkelin Mónica (Tochter von Max Blumenkranz, Rede anlässlich der Verlegung der Stolpersteine am 15.3.18).
Archiv Gedenkbuch der Jüdischen Gemeinde Dresden.
Putzpate:
bereits vergeben
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