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Hanna Blumenkranz

Wallstraße 9, Altstadt

HIER WOHNTE
HANNA
BLUMENKRANZ
GEB. MÜLLER
JG. 1888
FLUCHT 1938
ARGENTINIEN



Weitere Stolpersteine in Wallstraße 9:
Blumenkranz, Gabriel
Blumenkranz, Michael
Blumenkranz, Hans
Blumenkranz, Fritz
Blumenkranz, Berta
Blumenkranz, Max

Hanna Blumenkranz wurde als Channa Müller am 19. Mai 1888 in Biecz (Galizien, heutiges Polen) geboren.
Ihr Vater war Mechel Weintraub, ihre Mutter Breindel Müller (Frau des Mechel Weintraub, doch aus unbekannten Gründen unverheiratet). .
Die Großeltern Abraham Müller, ein Spezereien- und Gewürzhändler in Strzyzow, und seine Frau Itte nahmen sich ihrer Enkelin nach dem frühen Tod der Eltern an, adoptierten sie und ließen sie als Hanna Müller eintragen. .
Hanna heiratete Gabriel Blumenkranz in Polen. Die Trauung in der Israelitischen Gemeinde in Bodenbach an der Elbe fand am 8. September 1912 im heutigen Decin in der Tschechischen Republik statt. Ihr erster Sohn Michael war zu diesem Zeitpunkt zehn Monate alt, und Hanna war wieder schwanger. Nach Michael wurden Hans, Fritz, Berta und Max geboren.
1937 gelang den Söhnen Michael und Fritz die Flucht über Hamburg mit dem Schiff "Groix" nach Argentinien. 1938 flohen auch die Eltern mit Hans, Berta und Max über Hamburg mit dem Schiff "Cap Norte". Durch die Hilfe der Baron Hirsch Foundation konnten sie sich in Lucienville, einem kleinen Dorf im Gebiet Entre Rios, ansiedeln. Berta heiratete dort Iván Cohn und blieb auf dem Land während die übrige Familie 1941/42 nach Buenos Aires umzog, weil sie lieber wieder in einer Großstadt leben wollten.
Hanna und Gabriel glaubten, dass das Naziregime bald enden würde. Bis zuletzt hatten sie Sehnsucht nach Deutschland und konnten sich mit dem Exil nicht abfinden. Hanna lernte kaum Spanisch und hielt Kontakt mit Freunden in Dresden. Sie erzählte ihren Enkelkindern anschaulich von Dresdens Kultur. Hanna Blumenkranz starb am 26. Februar 1964 in Argentinien. .
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Quellen:
Angaben der Angehörigen, insbesondere der Enkelin Mónica (Tochter von Max Blumenkranz, Rede anlässlich der Verlegung der Stolpersteine am 15.3.18). .

Archiv Gedenkbuch der Jüdischen Gemeinde Dresden.

Putzpate:
bereits vergeben

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