Hedwig Simon
Wolfshügelstraße 7, Bühlau/Weißer HirschHIER WOHNTE
HEDWIG SIMON
JG. 1881
INTERNIERT 1942
HELLERBERGE
DEPORTIERT 1943
AUSCHWITZ
ERMORDET 3.3.1943
Hedwig Simon wurde am 5. Februar 1881 im heutigen polnischen Bydgoszcz (Bromberg) geboren. Ab ca. 1925 führte sie eine Pension für vorrangig jüdische Gäste im Kurort Weißer Hirsch. Ihre Gäste versorgte sie mit koscherer Kost.
Ab ca. 1939 musste Hedwig Simon im Henriettenstift leben (Güntzstraße 24), dem ehemaligen jüdischen Altersheim, das mittlerweile zum sogenannten Judenhaus erklärt wurde. Am 23./24. November 1942 wurde sie zusammen mit den letzten verbliebenden Dresdner Jüdinnen und Juden in das „Judenlager Hellerberg“ deportiert. Von dieser Deportation sowie dem Abtransport des Besitzes veranlasste Zeiss Ikon Filmaufnahmen, in denen Hedwig Simon wahrscheinlich zu erkennen ist. Bis zum März lebte sie in immer schwierigeren Bedingungen in diesem Lager. Die Deportation nach Ausschwitz am 2. und 3. März 1943 überlebte sie nicht. Die Initiative weltoffenes Loschwitz e.V. veranlasste 2020 die Verlegung des Stolpersteins für Hedwig Simon.
Quellen
Initiative weltoffenes Loschwitz (2020): „Den Opfern ein Gesicht geben – Stolpersteine für Loschwitz“. Kurzfilm. https://weltoffenes-loschwitz.jimdofree.com/ [19.05.2021].
Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933 – 1945: „Hedwig Simon“, In:
https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de961918 [11.4.2021].
Putzpate:
bereits vergeben
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