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Klara ‘Chaye‘ Hönigsberg

Röhrhofsgasse 18, Wilsdruffer Vorstadt/Seevorstadt

HIER WOHNTE
KLARA ‘CHAYE‘ HÖNIGSBERG
GEB. GELLER
JG. 1880
AUSGEWIESEN NACH POLEN 1939
SCHICKSAL UNBEKANNT /
ERMORDET IM BESETZTEN POLEN



Weitere Stolpersteine in Röhrhofsgasse 18:
Hönigsberg, Jona

Klara Hönigsberg geb. Geller wurde am 4. April 1880 in Halicz (damals Oesterreich-Ungarn, heute Galicz / Ukraine)) geboren.
Ihre Eltern waren Baruch und Debora Geller, der Vater ist in Dresden begraben.
Sie hatte noch zwei Geschwister, Max und Wite (Viktoria) verh. Spalter.
Klara (jiddisch: Chaye) war verheiratet mit Jona Hönigsberg und hatte mit ihm eine Tochter, Dora, die 19. April 1901 in Dresden geboren wurde und später Curt Fraenkel heiratete.
Klara Hönigsberg war Hausfrau. Nachdem ihr Ehemann 1938 inhaftiert und 1939 zu einer zweijährigen Zuchthausstrafe verurteilt worden war, wurde sie am 2. August 1939 nach Polen abgeschoben, wo sich ihre Spur verliert. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sie das Schicksal der meisten nach Polen deportierten Juden teilte und dort ermordet wurde.
Ihr Ehemann Jona starb kurz nach seiner Haftstrafe, die er im Zuchthaus Waldheim verbüßt hatte, am 6. Mai 1941 im Jüdischen Krankenhaus Hannover, wohin man ihn verbracht hatte, an doppelseitiger Lungentuberkulose und wurde dort auf dem Jüdischen Friedhof begraben. Der Schwiegersohn Curt Fraenkel war nach KZ- Internierung 1938/39 bereits an den Folgen der Misshandlungen verstorben. Die Tochter Dora wurde 1943 in Auschwitz ermordet.
Klaras Bruder Max Geller war schon 1935 mit seiner Familie ins damalige Palästina (heute Israel) ausgewandert.
Ihre Schwester Wite wurde mit ihrem Ehemann Julius-Joel Spalter und ihrer Tochter Brunhilde ermordet, nur dem Sohn Josef gelang die Flucht nach China und später in die USA.

Die Enkel von Klaras Bruder Max Geller in Israel initiierten und spendeten 2020 die Stolpersteine für die Familie Hönigsberg / Fraenkel, die selbst ohne Nachkommen blieb.

Quellen:
Angaben der Angehörigen (Dr. Yitzhak Dana, Tel Aviv, Israel)
Arbeitskreis Gedenkbuch der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dresden e. V. (2006): Buch der Erinnerung. Juden in Dresden: Deportiert, ermordet, verschollen.1933-1945. Thelem Universitätsverlag Dresden, S. 167

Putzpate:
bereits vergeben

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