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Max Goldschläger

Brühlscher Garten 1, Altstadt

HIER WOHNTE
MAX
GOLDSCHLÄGER
JG. 1898
FLUCHT 1938
RUMÄNIEN
PALÄSTINA



Weitere Stolpersteine in Brühlscher Garten 1:
Goldschläger, Sofia
Goldschläger, Anna
Goldschläger, Sabina

Max Goldschläger wurde 1888 in Czernowitz (Polen) geboren. Goldschläger war der Familienname seiner Mutter. Er war verheiratet mit Sofia (eigentlich Seftel) Goldschläger, geb. Wind. Auch sie trug vor der Hochzeit mit Max den Familiennamen ihrer Mutter, Wind. Sie wurde 1891 in Dabrowa geboren.
Die Familie wohnte in der Zeughausstraße 1, direkt gegenüber der Synagoge. Das Ehepaar Goldschläger hatte zwei Töchter, Anna, geboren 1919 in Dresden, und Sabina, geboren am 4. Juni 1922, ebenfalls in Dresden.
Max Goldschläger betrieb ein Möbelgeschäft in Dresden. Die Töchter hatten eine sehr schöne Kindheit, mit Klavierstunden, Opernbesuchen, unbeschwertem Spiel in den Brühlschen Gärten. Anna sang im Kinderchor der Synagoge.
Am 9. November 1938 sah Anna die Synagoge brennen, was sie für ihr Leben traumatisierte. Die Eltern Max und Sofia ginden diekt danach mit ihrere Tochter Sabina nach Czernowitz, Rumänien. Aus unbekannten Gründen blieb Anna in Dresden. 1939 gelang es ihr, mit Hilfe eines Lehrers und gemeinsam mit einer Freundin, nach England auszureisen. Sie machte falsche Angaben zu ihrem Alter und behauptete, in London eine Hauswirtschaftsschule besuchen zu wollen. Was sie später tatsächlich tat. Eigentlich war sie für einen Schulbesuch schon zu alt, aber aufgrund der falschen Angaben klappte es dann doch. Sie ging später in die USA, wo sie ihren Namen in Annie änderte. Sie verstarb 2009 in Ohio.
Max und Sofia Goldschläger gingen nach dem Krieg nach Palästina, wo sie in Netanya lebten. Max starb 1988, Sofia 1975. Ihre Tochter Annie brauchte viele Jahre, um ihre Eltern über das Rote Kreuz wiederzufinden.
Sabina wurde im Lager Obudovka in der Ukraine ermordet, das Jahr ist nicht ganz klar, vermutlich 1941.


Putzpate:
bereits vergeben

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