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Max Langer

Rietschelstraße 15, Altstadt

HIER WOHNTE
MAX LANGER
JG. 1913
FLUCHT 1936
PALÄSTINA



Weitere Stolpersteine in Rietschelstraße 15:
Langer, Leo Leiser
Langer, Rosa
Langer, Toni

Max Langer wurde am 30. Juni 1913 als erstes Kind der Familie Rosa und Leo Langer in Dresden geboren. In einem gutbürgerlichen Milieu aufgewachsen, besuchte er das Wettiner Gymnasium. Aktiv war er auch in der deutsch-jüdischen Pfadfindergruppe Blau-Weiß.
Später wurde Max Langer in der KPD aktiv. Nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten riet ihm sein Vater, Dresden zu verlassen. Max konnte sich daraufhin ein Ausreisezertifikat für zwei Personen nach Palästina besorgen. Er heiratete seine Cousine Ester Edelstein zum Schein und wanderte mit ihr 1936 nach Palästina aus. So konnte er sie vor der Ermordung retten. Dort angekommen, ließen sich beide wieder scheiden. In den folgenden Jahren heiratete Max die aus Holland stammende Flora Elisabeth Langer, geb. Hamburg. Vor ihrem ehemaligen Wohnsitz in der Kleinstadt Zutphen wurden 2015 Stolpersteine für ihre ermordeten Familienangehörigen, Vater Abraham, Mutter Rosa und Schwester Jetje, verlegt.
Max Langer wird als engagierter und hilfsbereiter Mensch beschrieben, der eine hohe Bildung besaß.
Er verstarb am 8. November 2000 in Israel.

Die Verlegung der Stolpersteine erfolgte am 21. September 2016 in Anwesenheit der Familie von Max Langer.

Quellen:
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dresden e. V. (Hg.), Buch der Erinnerung. Juden in Dresden. deportiert, ermordet, verschollen., Dresden 2006, S. 213
Toni Buda, Rede zur Stolpersteinlegung in Dresden am Mittwoch, den 21.09.2016.
http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de815965http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de815965: Langer, Antonia Toni Tonne (30.07.2017).
http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de581081: Langer, Leiser Eliezer Leo (30.07.2017).