Details

Leonhart Natowitz

Pestalozzistraße 17, Altstadt

HIER WOHNTE
LEONARD NATOWITZ
JG. 1914
INTERNIERT 1942
HELLERBERGE
DEPORTIERT 1943
AUSCHWITZ
1945 TODESMARSCH
BUCHENWALD
BEFREIT



Weitere Stolpersteine in Pestalozzistraße 17:
Natowitz, Ignatz Isaak
Natowitz, Günter
Natowitz, Feiga Fanny

Familie Natowitz

lgnatz Isaak Natowitz wurde am 26. September 1885 in Kalwaria in Polen geboren. Seine Ehefrau war Feiga Sofia, geb. Weinsieder. Sie wurde am 01. April1888 in Kolomea, damals Polen, heute Ukraine, geboren. Sie hatten zwei Kinder: Günter und Leonhard. Die Familie wohnte in der Holbeinstraße 11.
Das Ehepaar wurde in das „Judenhaus" Cranachstraße 6 eingewiesen. Am 23./24.11.1942 wurden Ignatz Isaak Natowitz und seine Frau Feiga Fanny Natowitz, geborene Weinsieder, in das "Judenlager Hellerberg" in Dresden deportiert.
Am 2.3.1943 wurden sie nach Auschwitz deportiert und dort am 3.3. ermordet.

Ihr Sohn Leonhard Natowitz, Geboren am 11. Oktober 1914 in Dresden, war verheiratet mit Margot Sophie, geb. Höxter. Er schloss das Lehrerseminar in Würzburg ab und unterrichtete als Lehrer an der Jüdischen Schule in Dresden. Leonhard Herbert Natowitz und seine Frau Margot Sophie wurden, zusammen mit seinen Eltern, in das „Judenlager Hellerberg" in Dresden am 23./24.11.1942 deportiert, von dort wurden sie am 2. März 1943 in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Seine Eltern wurden unmittelbar nach der Ankunft ermordet, Leonhard und seine Frau wurden in das Lager eingewiesen. Er hatte die Häftlingsnummer 105486. Er musste größtenteils in der Kohlengrube arbeiten. Bei der Evakuierung des Lagers am 22. Januar 1945 gelangte er mit dem sogenannten Todesmarsch nach Buchenwald. Dort wurde er im April 1945 befreit. Sophie Margot Natowitz hatte in Auschwitz die Häftlingsnummer 37034. Sie konnte die Befreiung am 27.01.1945 in Auschwitz erleben.
Leonhard und Margot trafen sich in Dresden wieder und wanderten nach Amerika aus.

Stolpersteine in der Pestalozzistraße 17

Quellen: Buch der Erinnerung, Seite 261, Datenbank Yad Vashem, Bundesarchiv, Erinnerungen der Familie