Details

Charlotte Caro

Holbeinstraße 44, Johannstadt

HIER WOHNTE
CHARLOTTE CARO
JG. 1889
INTERNIERT 1942
HELLERBERGE
DEPORTIERT 1943
AUSCHWITZ
ERMORDET 3.3.1943



Weitere Stolpersteine in Holbeinstraße 44:
Caro, Paula
Caro, Katharina

Charlotte Caro wurde am 5.3.1889 in Dresden geboren und wohnte mit ihren beiden Schwestern Paula und Katharina in der Holbeinstraße 44 in der Johannstadt in Dresden.
Alle drei Schwestern mussten 1940 in das "Judenhaus" in der Ziegelstraße 41 ziehen. Nachdem ihre beiden Schwestern Paula und Katharina im August 1942 nach Theresienstadt deportiert worden waren, wurde Charlotte wurde am 23./24.11.1942 gezwungen, ins Lager Hellerberg zu ziehen. Sie musste, wie die mehreren Hundert anderen Bewohnerinnen und Bewohner des Lagers, Zwangsarbeit im nahe gelegenen Goehlewerk verrichten. Dort wurde für die Rüstungsindustrie produziert, und da Jüdinnen und Juden ab 1942 nicht mehr mit der Straßenbahn fahren durften, wurde das Lager in zu Fuß erreichbarer Entfernung zum Werk errichtet. Außerdem lag das Lager knapp außerhalb der Stadtgrenze, so dass Dresden mit der Deportation der verbleibenden Jüdinnen und Juden dorthin als „Judenfrei“ bzw. „Judenrein“ galt.
Anfang März 1943 wurde das Lager aufgelöst, die verbleibenden, knapp 300 Bewohnerinnen und Bewohner wurden vom Güterbahnhof Dresden-Neustadt in Güterwaggons am 2./3.3.1943 nach Auschwitz deportiert. Dort wurden ältere und schwächere Manschen sowie die meisten Frauen als „nicht arbeitsfähig“ aussortiert und unmittelbar nach der Ankunft am 3.3.1943 ermordet. Dieses Schicksal erlitt auch Charlotte Caro, die zu diesem Zeitpunkt 53 Jahre alt war, zwei Tage vor ihrem 54. Geburtstag.

Putzpate:
bereits vergeben

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